„Wir haben auch spannende Jobs anzubieten“, lautete der Tweet von Hill+Knowlton. Dieser bezog sich auf Interviews des „PR-Journals“ über Werte in Agenturen – und wie diese prüfen, wer zu ihnen passt. Spannend? Das kann jeder sagen. PRJ-Redakteur Helge Weinberg wollte es genauer wissen und fragte bei Rüdiger Maeßen, CEO Hill+Knowlton Strategies Germany, nach. Was macht das Arbeiten bei H+K besonders? Warum sollten PR-Newcomer und Profis dort einsteigen? Wie holt die Agentur die neuen Kräfte ins Team und vor allem: Wie sorgt sie dafür, dass diese bei H+K bleiben? Hier kommen Antworten.

Warum sind denn die Jobs bei Hill+Knowlton so spannend?

Rüdiger Maeßen: Ein Aspekt ist die Aufgabenstellung. Diese ist häufig strategisch-konzeptionell orientiert, wir sehen uns als strategischen Berater für unsere Kunden. Ein zweiter Aspekt ist die bunte Mischung an Kunden, die wir beraten. Wer bei Hill+Knowlton anfängt, ist dort nicht monothematisch unterwegs, sondern mit einem großen Aufgabenportfolio betraut. Das ist sehr abwechslungsreich und auch herausfordernd. Und: Wir sind ein internationales Netzwerk und rund 30 Prozent unserer Mandate sind international orientiert.

Strategisch und international arbeiten, ein breites Kundenportfolio: Wenn ich jetzt mit einer anderen großen Netzwerkagentur sprechen würde, dann würde ich wohl Ähnliches hören. Deshalb die Frage: Was würden Sie Bewerbern sagen, warum sie sich bei Hill+Knowlton und nicht woanders bewerben sollten?

Maeßen: Ein echtes Asset von Hill+Knowlton ist die seniorige Aufstellung. Was dem geschuldet ist, dass wir häufig beratungsintensive Mandate führen. Das hat nicht nur große Vorteile für unsere Kunden, sondern auch für Einsteiger, nämlich den, dass sie Senioren an ihrer Seite haben, die 15 Jahre oder länger in der Kommunikation arbeiten. Sie verstehen sich als Ausbilder und leiten jüngere Mitarbeiter an. Da wir in relativ kleinen Teams arbeiten, sind die jungen Menschen direkt an den erfahrenen Kollegen dran und es besteht im Tagesgeschäft ein enger Austausch.

Ein zweiter Aspekt: Viele Agenturen reden von internationalen Projekten. Bei Hill+Knowlton ist es wirklich so. Unser internationales Netzwerk lebt deutlich stärker, als ich es in anderen Netzwerkagenturen erlebt habe. Dies spiegelt sich auch in der Ausbildung. Viele Seminare finden auf internationaler Ebene statt, damit die Teilnehmer Inspirationen aus anderen Kulturkreisen bekommen und sich vernetzen können. Aber auch unser Geschäft unterscheidet uns: Wir machen gerne die „komplizierten Themen“, etwa die Kommunikation in komplexen Infrastrukturprojekten. So etwas bieten nicht alle Agenturen.

Sie hatten die Einsteiger erwähnt. Was wäre für die zudem interessant?

Maeßen: Ich glaube, dass der Einstieg in die Kommunikation durch eine Agentur der richtige Weg ist. Dort ist kein Tag wie der andere. Man lernt in einer sehr hohen Geschwindigkeit, und kann sehr vielschichtig arbeiten. Im Gegensatz zu einem Unternehmen, wo man meistens in einem bestimmten Kommunikationsfeld tätig ist, besteht bei uns die Möglichkeit, in die verschiedenen Kommunikationsdisziplinen hineinzuschnuppern. Unser Traineeship ist in Theorie und Praxis darauf ausgerichtet. Das macht es für Einsteiger leichter, die Orientierung zu finden und zu entscheiden, wo die Reise hingehen soll, sowohl inhaltlich als auch im Hinblick auf den angestrebten Karriereweg.

Wie gestalten Sie denn für die neuen Kräfte den Einstieg ins Team („Onboarding“)?

Maeßen: Wir haben einen strukturierten „Onboarding“-Prozess. Allen neuen Mitarbeiter werden am Tag Eins von ihrem „Buddy“ in Empfang genommen, der im Tagesgeschäft ihr Ansprechpartner sein wird. Diesen Buddy bekommen Trainees für zwölf Monate und neue Mitarbeiter für sechs Monate an ihre Seite. Ein „Welcome-Package“ enthält alle wichtigen Grundinformationen, und alle durchlaufen ganz pragmatisch einen Prozess mit einem „Laufzettel“. Dort ist festgehalten, mit wem sie sprechen und mit welchen Themen sie sich befassen sollten, welche Tools und Prozesse sie kennen müssen, um sich im Agenturalltag zurecht zu finden.

Wie halten Sie die Jobs so spannend, dass die Mitarbeiter bei Hill+Knowlton bleiben?

Maeßen: Das Eine ist die Abwechslung durch die Projektarbeit. Viele ziehen ja ihre Motivation daraus, für interessante Kunden zu arbeiten. Wir achten darauf, dass das Kundenumfeld spannend bleibt und keine Langeweile entsteht. Das Stichwort lautet „Talent Management“: Hier dreht es sich um die Fragen, womit man sich inhaltlich beschäftigen will, wo Entwicklungspotenziale sind und was wir tun können, um die Mitarbeiter zu unterstützen. Das können Trainings oder Coachings sein, oder aber Kunden- oder Projektwechsel, um unsere Mitarbeiter weiterzuentwickeln und ihnen ein Umfeld zu bieten, wo diese sich inhaltlich richtig fühlen. Karriereschritte werden gemeinsam geplant, damit sich Mitarbeiter fachlich oder auch disziplinarisch als Führungskraft weiter entwickeln können.